Blatt- und Stielgemüse

Zu jeder Jahreszeit gibt es gesundes Blatt- und Stielgemüse aus dem Gemüsegarten der Pfalz.

Mangold, Rotkohl, Spitzkohl

Zu den Blattgemüsen und Stielgemüsen zählen alle Pflanzen, bei denen die Blätter oder der Blattstiel verzehrt werden wie Salate, Spinat, Mangold, Stangensellerie, Rhabarber, Radicchio, aber auch Kohlsorten wie zum Beispiel Chinakohl, der Exot Pak Choi und Grünkohl. Der Begriff „Blatt- und Stielgemüse“ ist die küchensprachliche Bezeichnung. Botanisch gesehen gehören die meisten Salate zur Familie der Korbblütler, Mangold und Spinat zur Familie der Gänsefußgewächse, Feldsalat zu den Baldriangewächsen und Kohlgemüse zur Familie der Kreuzblütler.

Blattsalate sind seit der Antike bekannt

Blattsalate sind seit der Antike bekannt. Im Lauf der Zeit waren sie mal mehr, mal weniger beliebt. Im alten Griechenland war Salat ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Seit dem achten Jahrhundert wird er in den Klostergärten Mitteleuropas angepflanzt und gelangte auch an die deutschen Höfe. Die Universalgelehrte des Mittelalters, Hildegard von Bingen, empfahl Salat nur mit Einschränkungen – nämlich mit Dressing: „Unzubereitet gegessen, macht sein zu nichts tauglicher Saft das menschliche Gehirn leer und erfüllt den Magen und den Darm mit Krankheitsmaterien. Wenn also einer Salat essen will, soll er die Blätter zuerst mit Dill oder Essig oder Knoblauch abschmecken, so dass der Salat noch kurz vor dem Gegessenwerden Zeit hat, sich mit diesen Würzstoffen zu durchtränken. Isst man ihn so zubereitet, dann stärkt er das Gehirn und macht eine gute Verdauung.“

Zu jeder Jahreszeit gibt es gesundes Blatt- und Stielgemüse

Zu jeder Jahreszeit gibt es gesundes Blatt- und Stielgemüse aus dem Gemüsegarten der Pfalz: Salate wie Kopfsalat, Batavia und Lollo-Salate werden von April bis November geerntet, ebenso wie der vielfach in oder auch als Salat verwendete Rucola. Frischen Blattspinat sowie Baby-Spinat gibt es sogar von April bis Dezember. Mangold zwischen Juli und Oktober und den diesem zum Verwechseln ähnlich sehenden Exoten im Pfälzer Gemüsegarten, Pak Choi, finden Sie frisch im Gemüseregal von Mai bis November. Ebenso wie die beliebte Vitaminbombe Stangensellerie. Rhabarber gibt es nur kurz von April bis Juni. Feldsalat wird rund ums Jahr gesät und geerntet, ist aber ein klassischer Wintersalat und hat von Januar bis März und dann erst wieder von Oktober bis Dezember Hauptsaison.

Die meisten Blattgemüse können roh verzehrt werden

Die meisten Blattgemüse können roh verzehrt werden; das gilt für alle Blattsalate, aber auch für viele Kohlsorten. Wie Hildegard von Bingen schon schrieb, sind sie besonders gut für Salate in Verbindung mit Essig und Öl geeignet. Auch weißer und grüner Spargel, die zum Stielgemüse zählen, können roh gegessen werden. Rhabarber sollte besser nur gekocht gegessen werden. Die darin enthaltene Säure kann zu Magen-Darm-Problemen führen, die Oxalsäure greift den Zahnschmelz an und bindet Kalzium im Körper. Durch das Garen wird ein Großteil der Säure unschädlich gemacht.

Blatt- und Stielgemüse hält sich im Kühlschrank am besten frisch

Blatt- und Stielgemüse hält sich im Kühlschrank am besten frisch, wenn es in feuchtes Zeitungspapier oder ein feuchtes Tuch eingewickelt wird.

Tipps zu Blatt- und Stielgemüse

Frischer Spinat ist sehr vielseitig. Daraus lassen sich köstliche Bandnudeln mit Lachs sowie auch Überbackenes wie Lasagne und vieles mehr kochen. Junger Blattspinat schmeckt aber viel besser, wenn er roh verzehrt wird, zum Beispiel als Salat, in einem grünen Smoothie oder im Pesto.

Unser Blatt- und Stielgemüse im Überblick

Leckere Rezepttipps zu Blatt- und Stielgemüse