Zum offiziellen Start der heimischen FrischgemüseSaison ist der Erntekorb bei Pfalzmarkt eG prall gefüllt

Politik entzieht uns seit Jahren Kapital, das wir für die Landwirtschaft 4.0 benötigen

Ab sofort ist die Frischgemüse-Saison offiziell eröffnet. Traditionell wird im Gemüsegarten Pfalz das erste Frischgemüse aus heimischem Anbau geerntet. Bei Pfalzmarkt eG in Mutterstadt ist das Erntekörbchen erntefrisch gefüllt mit zuckersüßen Erdbeeren, knackfrischen Kopf und Blattsalaten, Kohlrabi, Spargel, Rhabarber etc. gefüllte Erntekörbchen Darüber freuen sich der Aufsichtsratsvorsitzende von Pfalzmarkt eG Christian Deyerling (Bildmitte) und die beiden Pfalzmarkt Vorstände Hans-Jörg Friedrich (rechts) und Reinhard Oerther. Bilder: Pfalzmarkt eG

Mutterstadt, 28. April 2026 – Zum offiziellen Start der Frischgemüse-Saison bietet Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG – mit zuckersüßen Erdbeeren, knackfrischen Kopf- und Blattsalaten, knackigem Kohlrabi, Spargel, Rhabarber etc. – jetzt wieder das komplette Frühlingsangebot aus heimischer Ernte an. Der eigentliche Erntebeginn erfolgte in der noch jungen Saison etwas früher als im letzten Jahr: Bereits Anfang März wurden im größten und frühsten zusammenhängenden Freilandanbaugebiet für Frischgemüse in Deutschland die ersten März Bundzwiebeln geerntet. Da bei Pfalzmarkt eG Bestellungen stets tagesfrisch geerntet, verpackt und im Stundentakt rund um die Uhr an die bundesweiten Großmärkte und den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) geliefert werden, profitieren die bundesweiten Verbraucher in punkto Frische, Qualität und Nachhaltigkeit von unschätzbaren Vorteilen, wenn sie bei „Erntefrisch aus der Pfalz“ zugreifen! Dank der Spezialisierung und der natürlichen Frühzeitigkeit – aufgrund der geschützten Lage und dem milden Klima im Südwesten – leisten die 80 aktiven Pfalzmarkt-Erzeuger einen wichtigen Beitrag zur sicheren und preisstabilen Versorgung Deutschlands mit frischem Obst und Gemüse.

Pfalzmarkt eG: In Anbetracht der Marktlage zufriedenstellende Jahresbilanz

Analog zum Vorjahr wurden 2025 über die Handelsplattform bei Pfalzmarkt eG 230.000 Tonnen Obst und Gemüse vermarktet. Aufgrund der – für den heimischen Obst und Gemüseanbau unbefriedigenden Erzeugerpreise in 2025 – fiel der Umsatz der Pfalzmarkt Gruppe mit 300 Mio. Euro deutlich niedriger aus als im Zeitraum davor (2024: 322 Mio. Euro). Die Beschäftigtenanzahl bei Pfalzmarkt eG ist mit 230 gegenüber 205 in 2024 gestiegen. Die Anzahl der Pfalzmarkt-Erzeuger hingegen hat sich von 90 auf 80 reduziert. Pfalzmarkt-Vorstand Hans-Jörg Friedrich: „Während unsere Genossenschaft mit 100 Frischeprodukten über die Saison und beispielsweise dem Dienstleitungsgeschäft breiter aufgestellt ist, war die Jahresbilanz vieler Erzeugerbetriebe desaströs. Extreme Kostensteigerungen beim Mindestlohn und den Betriebsmitteln auf der einen, bei – im besten Fall – konstanten Erzeugerpreisen führten durchweg zu Betriebsverlusten. So ein Jahr darf sich nicht wiederholen!“

Zentrale Forderung: „Die Politik muss jetzt endlich Farbe bekennen, ob Versorgungssicherheit mit frischem Obst und Gemüse wirklich ein Thema ist!“

Als einer der Marktführer für in Deutschland angebautes Obst und Gemüse formuliert das Führungsteam bei Pfalzmarkt eG deswegen jetzt zentrale Forderungen: „Die Politik entzieht uns und unseren Mitgliedsbetrieben seit Jahren Kapital, das wir für die Landwirtschaft 4.0 benötigen! Die Politik muss jetzt endlich Farbe bekennen, ob Versorgungssicherheit mit frischem Obst und Gemüse wirklich ein Thema ist!? Wenn wir den heimischen Anbau von Obst und Gemüse in Deutschland – als Garant für TopFrische und Versorgungssicherheit mit extrem kurzen Wegen vom Feld über den PoS zum bundesweiten Verbraucher – erhalten wollen, muss jetzt gehandelt werden!“

Die Politik macht den heimischen Anbau seit Jahren immer teurer!

Im Hinblick auf die Qualität, Frische und Versorgungssicherheit müsste man deutsches Obst und Gemüse besonders wertschätzen und den heimischen Anbau unterstützen und fördern. Politisch geschieht seit Jahren genau das Gegenteil. Ein aktuelles Beispiel ist die gesetzlich verordnete Anhebung des Mindestlohns zum 1. Januar 2026 von 12,82 Euro auf 13,90 Euro. Dieser gilt ausnahmslos auch für Saisonarbeitskräfte aus dem europäischen Ausland, die nur wenige Wochen im Jahr in Deutschland arbeiten und deswegen ihren Lohn brutto für netto erhalten. Hinzu kommen Überregulierung und Dokumentationspflichten, die die ungleichen Wettbewerbsbedingungen innerhalb der EU zu Ungunsten des mittelständischen Obst- und Gemüsebaus in der Pfalz weiter verschärfen.

„Welche Branche verkraftet Lohnsteigerungen von 50 Prozent in 5 Jahren?“

Christian Deyerling, Aufsichtsratsvorsitzender bei Pfalzmarkt eG fragt: „Welche Branche verkraftet Lohnsteigerungen von rund 50 Prozent in 5 Jahren? Für die Autoindustrie, Chemie oder den Maschinenbau hätte es Krisengipfel und Konjunktur Programme gegeben! Dem Obst- und Gemüsebau mutet man das zu. Offenbar sind gesunde Ernährung und der heimische Anbau als Konkurrent und Preisregulativ nicht wichtig genug. Wenn die Politik nicht schnell ins Handeln kommt, wird Deutschland hier genauso abhängig von Importen und krisenanfälligen Lieferketten, wie das jetzt bereits bei Öl und Gast der Fall ist. Über höhere Preise muss sich dann auch kein Entscheider mehr wundern!“

Robotik und KI im Verbund mit Drohnen, Smart-Spraying oder In-Row-Hacken

Bereits heute wird vielerorts im Gemüsegarten Pfalz auf Robotik- und KI-Lösungen gesetzt, um den Faktor Mensch und harte Arbeiten auf dem Feld in den kommenden Jahren schrittweise zu reduzieren. Beispielsweise setzt Pfalzmarkt eG seit letztem Jahr im Verbund mit dem Beregnungsverband Vorderpfalz smarte Feldsensoren ein, die nicht allein die Bodenfeuchtigkeit in bis zu 40 cm Tiefe messen können, sondern mittels KI-Steuerung auch Echtzeit-Daten zum digitalen Ernteschutz liefern können. Der Einsatz von Drohnen, Smart-Precision-Sprayern für den selektiven Pflanzenschutz im konventionellen und Bio-Anbau, die Nutzung von hoch effizienten In-Row-Hacken oder Laser-Weedern zur Unkrautbekämpfung, selbstfahrende Systeme oder digitale Spaten zur Echtzeit-Bodenanalyse sind längst Realität und keine Zukunftsutopie. Hans-Jörg Friedrich: „Wir haben Lösungen für den Obst- und Gemüseanbau 4.0. Um diese High-Tech-Anwendungen praxistauglich nutzen zu können, ist es erforderlich Schnittstellen und unterschiedliche Datenquellen effizient zu vernetzen. Hier brauchen wir zusätzliche Entwicklung, mehr Kapital, das derzeit nicht zur Verfügung steht und schlussendlich auch einen Rahmen die neuen Technologien effizient testen zu können!“

Staatliche Überregulierung verhindert auch den testweisen Technikeinsatz

Damit der Wettbewerb und damit auskömmliche Verbraucherpreise erhalten bleiben, ist unser heimischer Anbau, der mit schnellen Bestell- und Lieferzeiten, Top-Frische und damit auch bei der CO2-Bilanz und Nachhaltigkeit punktet, unverzichtbar. Vollends grotesk wird die Situation, da der Einsatz und die Erprobung von selbstfahrenden Ernterobotern sowie mittels KI gesteuerter Drohnenflüge auf dem Feld oftmals an Vorschriften scheitern, die den Fortschritt unnötig bremsen!

Nachhaltige Frischeversorgung dank mehrerer Ernten täglich bei Pfalzmarkt eG

Die umfassende Nachhaltigkeitsstrategie, die Pfalzmarkt eG – unter anderem – in den Feldern Obst- und Gemüseanbau, regenerative Energiegewinnung und Artenschutz verfolgt, legt wichtige Grundlagen für ein nachhaltig gesundes Wachstum: Die zentrale und nachhaltige Drehscheibe für exzellente Frischelogistik ist die Halle 4 bei Pfalzmarkt eG, wo der offizielle Startschuss in die Frischgemüse-Saison 2026 erfolgt: Sie zählt zu den europaweit größten und modernsten Vermarktungszentren für frisches Obst und Gemüse. Dank optimierter Warenströme setzt Pfalzmarkt eG hier Standards im Markt. Dank der intelligenten Anbau- und Ernteplanung können die 80 aktiven Erzeugerbetriebe mehrmals täglich – auch sehr kurzfristig – auf Bestellung ernten und so die Nachfrageanforderungen des Handels flexibel bedienen.

Mehr Nachhaltigkeit in den Feldern Anbau, Energie und Artenschutz

Friedrich, Vorstand bei Pfalzmarkt eG, sagt: „Im laufenden Jahr werden wir rund 2,5 Mio. Euro in eine smarte Batteriespeicher-Lösung investieren, die uns es künftig erlaubt, den Sonnenstrom unserer 15.000 m2 großen Aufdach-PV-Anlage auf der Halle 4 noch effizienter – also vor allem nachts und in Schlechtwetterphasen zu nutzen.“ Durch vielfältige Maßnahmen zielt das Projekt „Pfalzmarkt schafft Artenvielfalt“ – das in der laufenden Saison über neun Hektar umfasst – darauf ab, die Artenvielfalt und Biodiversität im Gemüsegarten Pfalz zu sichern und zu fördern.

Internationalisierung: Bestmögliche Frische jetzt auch über die Wintermonate

Um Pfalzmarkt-Kunden über die eigentliche Ernte-Saison in der Pfalz hinaus – auch über die Wintermonate – zuverlässig mit Top-Sellern aus dem Angebotsportfolio bedienen zu können, hat Pfalzmarkt eG seine über mehrere Jahre etablierte 12- Monats-Strategie gezielt erweitert und stetig weiter internationalisiert. 2025 wurde der erste Erzeugerbetrieb aus Portugal als Pfalzmarkt-Mitglied aufgenommen.

Besondere Gemüse-Topseller, die besonders im Trend lagen

Angefangen von A wie Apfel bis Z wie Zucchini hat Pfalzmarkt eG über 100 verschiedene Frischeprodukte mit über 15.000 unterschiedlichen Artikelvarianten im Angebot. Pfalzmarkt-Vertriebsvorstand Reinhard Oerther erklärt: „Was die Kundennachfrage und Umsatzgewichtung der Bestseller bei Pfalzmarkt eG angeht, gibt es 2025 einige interessante Trends: Sehr hoch in der Käufergunst stehen Pak Choi, Brokkoli, Chinakohl sowie Hokkaido-Kürbisse!“

Pressekontakt:
Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG
Neustadter Straße 100
67112 Mutterstadt
Björn Wojtaszewski
Telefon: 06321 491298
E-Mail: bw@prpluscom.de

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