Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz in Mutterstadt
„Pfalzmarkt im Dialog“ mit Alexander Schweitzer

Bilder: Pfalzmarkt eG
Mutterstadt, 13. Februar 2026 – Bei „Pfalzmarkt im Dialog“ war Ministerpräsident Alexander Schweitzer heute zu Besuch bei Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG. Beim Rundgang über einen der modernsten und größten Umschlagplätze für erntefrisches Obst und Gemüse aus heimischem Anbau konnte sich Alexander Schweitzer ausführlich über die Leistungsfähigkeit von Pfalzmarkt eG und seinen 90 Erzeuger-Betrieben informieren.
Passend zum Slogan „Erntefrisch aus der Pfalz“ braucht es von der täglichen Ernte auf dem Feld bis in die Obst- und Gemüseabteilungen im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) oftmals nur wenige Stunden. Um die – im Vergleich mit Auslandsware – konkurrenzlos schnellen Transport- und Lieferprozessen zu gewährleisten und die Versorgungssicherheit von Handel und Verbrauchern aus dem Gemüsegarten Deutschlands sicherzustellen, investiert Pfalzmarkt eG nachhaltig in die Zukunft: Damit beispielsweise die 30.000 qm große und durchgängig gekühlte Halle 4 wirtschaftlich und zukunftssicher mit erneuerbarer Energie versorgt wird, wurde vor Ort in Mutterstadt mit 15.000 qm eine der größten Aufdach-PV-Anlagen in der erweiterten Region installiert. Insgesamt wurden von 2023 bis 2025 rund 30 Mio. Euro investiert, darunter auch in Stromspeicher, die E-Mobilität für Lager- und Flurförderfahrzeuge auf den Marktplattformen sowie in die Unterstützung der Erzeugerbetriebe beim Einsatz von KI-, Robotik- und Smart-Farming-Lösungen, beispielsweise zur intelligenten Bewässerung …
Das für die Konversion benötigte Kapital wird den mittelständischen Betrieben bei Pfalzmarkt eG immer mehr entzogen. Bedingt durch unzureichende Erzeugerpreise und steigende Kosten in der Produktion war das Anbaujahr 2025 für zahlreiche Gemüseanbau-Betriebe unbefriedigend.
Die Stärkung der Landwirtschaft und auch deren Bedeutung für die Versorgungssicherheit sowie kurzer Wege bei der Frischeversorgung sind von allen Playern im Markt klar erkannt. Statt den Anbau von einmalig frischem, gesundem und nachhaltig in Deutschland angebauten Obst und Gemüse zu fördern, passiert genau das Gegenteil. Die weitere Mindestlohnerhöhung zum 1. Januar 2026 von 12,82 Euro auf aktuell 13,90 Euro sorgt bei den einzelnen Mitgliedsbetrieben für zusätzliche Kostenbelastungen für meist ungelernte Kurzzeitbeschäftigte im fünf- bis sechsstelligen Bereich und verschärft den wirtschaftlichen Druck. Die Folgen sind aktuell schwer abzusehen. Neben einem Schwerpunktwechsel in weniger arbeitsintensive Kulturen drohen auch Betriebsaufgaben.
Im Anschluss ging es – zusammen mit den anwesenden Pfalzmarkt-Erzeugern – in den Dialog. Stellvertretend für den Anbau vor Ort sagte Reinhard Oerther, Vorstand bei Pfalzmarkt eG: „Die Stimmung ist so angespannt, wie selten zuvor. Nach dem Dialog mit dem Ministerpräsidenten erwarten die Pfalzmarkt-Erzeuger von der Landesregierung konkrete Lösungsvorschläge, mit denen die mittelständischen Betriebe entlastet und der bundesweit einmalige Wachstumscluster Gemüsegarten Pfalz – im Sinne des Landes – viel aktiver gefördert und unterstützt werden kann!“
Ministerpräsident Alexander Schweitzer erklärte: „Ich nehme die Anliegen der Erzeugerinnen und Erzeuger sehr ernst. Die Pfalz ist Deutschlands Gemüsegarten Nummer eins. Dieses Alleinstellungsmerkmal sichern wir gemeinsam. Meine Landesregierung arbeitet bereits daran. Beim Bund und auf europäischer Ebene setzen wir uns für weniger Bürokratie ein. Allein die Länder haben seit 2024 bereits 190 konkrete Vorschläge gemacht. Gleichzeitig unterstützen wir die Betriebe bei Investitionen in digitale Lösungen sowie in nachhaltige Technologien und Anbaumethoden. Über die GeoBox-Infrastruktur stellen wir alle staatlichen frei verfügbaren Daten, die für die Landwirtschaft relevant sind, an einem Ort digital bereit. Mit der Hofübernahmeprämie ermutigen wir junge Landwirtinnen und Landwirte, Betriebe zu gründen oder weiterzuführen. Und durch die Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut in Kaiserslautern sowie einer Vielzahl von Forschungsprojekten zur Landwirtschaft stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft. Der heutige Austausch war sehr produktiv. Dafür vielen Dank.“
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Neustadter Straße 100
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Björn Wojtaszewski
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